Viel Hanf um nichts
Ja, der Hanf. Dieses Thema verlangt nach einem kleinen Rückblick. Denn es hat Wellen geschlagen, die ich ehrlich gesagt schon sehr lustig fand (und die weiterführenden Gedanken von Klaus-Martin lassen mich grübeln… weiß jemand von Euch, warum die ‘ja’ und wir ‘nein’?). Für alle, die noch nichts mitbekommen haben:
Ein paar Tage nach unserem Start, es war schon Mai, bekam ich eine Email von Stephan Bauer. Stephan hat in Passau einen Hip-Hop-Laden, Back 2 Back, und fragte, ob man nicht Hanfsamen ins Müsli aufnehmen könne. Er sei gerade in Kanada unterwegs - da gäbe es das. In einem Müsli von Nature`s Path. Schmeckt lecker, sagte Stephan (”Your recipe is, - darlin’ - is so tasty” hätte ein berühmter singender Hanf-Poet es formuliert). Wir dann Philipp gefragt: “Kriegen wir die Zutat irgendwo her?”. Philipp suchte alsdann nach Lieferanten.
Und stieß schließlich auf Daniel Kruse von Hempro International, der mit Hanfhaus als Rohstofflieferant für Bio-zertifizierten Hanf nun mit uns zusammenarbeitet. Daniel ist wirklich überzeugt von seinen Produkten, das hat neben der perfekten Qualität letztendlich den Ausschlag gegeben, mit ihm zu kooperieren. Das Hanf-Geschäft kennt er ziemlich gut.
Aber zu diesem Thema und zu Daniel wollen wir im mymuesli-Newsletter und hier im Blog dann sehr bald auch noch einmal kommen. Nur gerade möchte ich noch die Geschichte des Hanf-Müslis erzählen, denn sie geht ja weiter: Als das Hanf-Müsli schließlich da war, fragte sich nämlich das Passauer Wochenblatt. Noch ganz dicht? Passauer verkaufen Hanfmüsli. Stephan verkauft es seitdem in seinem Laden, wir den Rohstoff übers Netz als Extrazutat. Und dann, einige haben es vielleicht schon gelesen, plötzlich ein Anruf von Google. Ergebnis: Keine Macht den Drogen (hier im Blog nachzulesen). Vorläufiger Höhepunkt… bis ich aus Berlin kam. Philipp und Hubertus hatten in der Zwischenzeit eine sehr schöne Zeitungsmeldung entdeckt, die das Ganze noch ein bisschen dramatisiert (Zeitung: Am Sonntag, regionale Wochenzeitung):

Also wir sind treue Leser. Man muss ja wissen, was in der Stadt so passiert. Aber so schlimm war es dann doch nicht
Liest sich schon gewaltig an.
Was mich aber wirklich traurig macht: Das Müsli bleibt natürlich wieder mal außen vor. Wichtig ist doch: Wie schmeckt es denn nun? Wie kommt es denn an bei den Passauern und Müsli-Freunden? Nun ja, es schmeckt großartig. Aber mir fehlt die Objektivität. Und es verkauft sich laut Back-to-Back-Chef Stephan auch gut. Vielleicht liegt es ja am Etikett mit den besonderen Zutaten drauf (vergleiche Bild). 
Eine verrückte Geschichte, zu der, als abschließendes Mantra und passend zum Etikett gesagt sei:
I refused to blow a fuse
They even had it on the news
Don’t believe the hype…
(Public Enemy)














am 17. November 2007 um 21:26 Uhr.
der hanfhaus link ist falsch gesetzt.
es muss zu http://www.hanfhaus.de führen. da seit Ihr wohl mit dem blog von hempro http://www.hanf.org etwas durcheinandergekommen und linkt jetzt jemand ganz anderes an.
mfg
KP
am 18. November 2007 um 12:19 Uhr.
Vielleicht passt der Kommentar hier viel besser… (weiß nicht so genau)…
) erklärt hatte. Aber - die Hoffnung stirbt zuletzt: Am 07.01.2003 um 15.28 Uhr bekam ich folgende Email von Google:
—
Hi Max, danke für die nette Sonntagslektüre.
Wunder Dich nicht über Google - das habe ich bei den “Großen” der Webbranche schon aufgegeben - und hoffe immer nur, dass Ihr und wir nicht auch so werden, wenn wir mal richtig “groß” sind…;-) .
Bei Euch hat der Google-Adwords-Computer halt “schlimme Worte” wie “berauschend” und “süchtig” gefunden, bei uns (im Jahr des Herrn 2002 !) flogen unsere Anzeigen raus, weil wir den Begriff “Hanf” gebrauchten (und zwar für etwas was “Hanf” heißt und das schon sehr viel länger als Google suchen kann…).
Das beschwerliche an der Situation war: Wir wurden damals noch nicht angerufen, also musste ich den ganzen Sachverhalt per Email erklären. Es dauerte ewig bis ich durch die Standard-Antworten von nichtssagender Relevanz zu einem menschlichen Google-Wesen durchgedrungen war… Und dann noch zig-Emails bis ich dem “Google Adwords Team” den Unterschied zwischen “Hanf” und “…” (ups, besser nicht ausschreiben, sonst verbieten die noch Euren Blog
“Hallo Herr Kruse,
danke für Ihre E-Mail.
Um es kurz zu machen: Sie haben gewonnen.
Wir haben nach eingehender Prüfung Ihres Gewerbes beschlossen, Ihnen die Worte “hemp” und “Hanf” zu genehmigen.
Ihr Konto ist intern so gekennzeichnet, dass Sie diese Worte bedenkenlos verwenden können.
Für weitere Fragen…. ”
Na ja, da der Hanf aber so gesund ist und auch noch gut schmeckt und auch noch so ökologisch ist, werden unsere und Eure Fans immer mehr - und somit wird irgendwann Hanf kein “schlimmes Wort” mehr sein.
Bis dahin freuen wir uns auf die weitere Kooperation mit Euch und die von Dir angesprochenen Aktionen.
P. S.: Ich schicke Dir nachher Scans des damaligen Email-Verkehrs, vielleicht kannst Du davon etwas gebrauchen gegenüber Google Adwords.
Beste Grüße, Daniel von hanfhaus
am 19. November 2007 um 16:07 Uhr.
Also ich habe in mein Müsli auch Hanfsamen mit reingemixt und muss feststellen, dass ich keinerlei berauschende Wirkung bemerkt habe (noch nicht mal auf nüchternen Magen :). Ich weiß nicht, was die sich da immer so haben mit dem Hanf, es gibt ganze Läden die ausschließlich Produkte aus Hanf verkaufen. Ich denke die, die am lautesten Schreien haben am wenigsten Hintergrundwissen über Hanf und seine Verwendungsmöglichkeiten. Bloß nicht klein kriegen lassen und weiter so!
am 19. November 2007 um 22:25 Uhr.
Ich würde ja gerne was sagen, aber ich warte noch ;(
am 20. November 2007 um 21:29 Uhr.
Ohne Google geht im Online-Selling (fast) gar nichts. Bei Google gesperrt zu werden, würde für etliche Online-Händler den geschäftlichen Tod bedeuten. Echt bedenklich…
Ich dachte mal, Bill Gates würde die Weltherrschaft an sich reissen. Bei Google ist das um einiges wahrscheinlicher.
am 21. November 2007 um 10:52 Uhr.
Es ist tatsächlich so, dass solche Quasimonopole leicht zu einer Bedrohung werden können. Mit ebay wird es für viele ähnlich wie mit google aussehen. Man begibt sich in Abhängigkeiten, deren Tragweite man erst begreift wenn es zu spät ist. Wir hatten die Erfahrung ja bereits mit unserem gesperrten paypal-Zugang machen dürfen.
Im Reallife ist ja die Bahn gerade dabei, uns ihren Stellenwert in der Wirtschaft vor Augen zu führen…
am 21. November 2007 um 17:51 Uhr.
die armen jungs…
am 22. November 2007 um 21:00 Uhr.
[…] berichtet im firmeneigenen Blog über kleine Problemchen im Zusammenhang mit Google adwords. Obwohl Mymuesli nur für gesunde Hanfsamen werben wollte, […]
am 23. November 2007 um 17:27 Uhr.
Google und der Hanf: Viel Hanf um nichts bei mymuesli.com…
Mymuesli berichtet im firmeneigenen Blog über kleine Problemchen im Zusammenhang mit Google adwords. Obwohl Mymuesli nur für gesunde Hanfsamen werben wollte, wurden die Kollegen aus Passau werbetechnisch von Google einfach rausgekickt. Dieser Sachver…
am 26. November 2007 um 04:00 Uhr.
coole Geschichte! Schade, dass es mit Google nicht geklappt hat.
am 1. Dezember 2007 um 22:02 Uhr.
ziemlich albern das ganze … macht einfach ein kunstobjekt draus und ab damit zur monopol oder artlout als auflagenobjekt
am 18. Januar 2008 um 22:28 Uhr.
[…] zu lernen. Die Müslimacher haben nämlich schon gezeigt, dass die Zutat Hanfsamen einiges an Publicity bringen […]
am 21. Januar 2008 um 13:12 Uhr.
[…] Nicht erbetene Marketingberatung für T-Shirt-Dienste: Die Unternehmensberatung der Blogosphäre: Consulting4Food! […]
am 4. Juni 2008 um 18:24 Uhr.
Hi,
sehr lustig - ich halte Rennmäuse und da ist es völlig normal in ihr “Müsli” Hanfsaat mit rein zu mischen. Das gehört zu vielen guten gesunden Futtermischungen - auch für Nager
Hat sich noch keiner beschwert.
Grüße